Science & Fiction: Die weiße Insel

Science & Fiction: Die weiße Insel
Freitag | 24. Januar 2020 | 20:00 Uhr


SCIENCE & FICTION
»Die weiße Insel«
Theater von und mit subbotnik
“Expedition 4×6 – Kapitel II – Polarzeit”

„Wenn die Ballonfahrt gelingt, werden die Aeronauten die größten Helden unserer Zeit sein, aber nicht nur, weil sie den Nordpol erreicht, sondern auch deshalb, weil sie das Undurchführbare durchgeführt haben.“ (Salomon August Andrées 1895)

1896. Der Nordpol ist einer der letzten blinden Flecke auf der Weltkarte, eines der letzten Ziele, um Ruhm für sich und sein Land zu erwerben. Zu Fuß, im Hundeschlitten oder auf Schiffen brechen zahlreiche Expeditionen zu heldenhaften Polarfahrten auf und scheiterten an der unerträglichen Kälte und den kräftezehrenden, wochenlangen Märschen durch das ewige Eis.
Der Ingenieur Andrée aus Schweden hat die Idee, den Strapazen aus dem Weg zu gehen und sich die teure Trophäe innerhalb von wenigen Tagen auf dem Luftweg in einem Gasballon zu sichern. König und Volk unterstützen ihn, eine Welle der nationalen Begeisterung trägt ihn nach Spitzbergen. Umso ärger der Spott, als er im Herbst nach langem, vergeblichen Warten auf günstige Winde nach Schweden zurückkehrt. Den zweiten Versuch unternimmt er im Jahr darauf mit seinen Gefährten, Ingenieur Fraenkel und dem Fotografen Strindberg. Wieder ist das Interesse der Welt auf die Expedition gerichtet. Am 11. Juli 1897 weht der Wind aus Südwest, und der Ballon hebt ab. Die Theatergruppe subbotnik spielt, singt und musiziert die ganze Geschichte der drei Ballonfahrer – bis zum bitteren Ende.

„Großartig nutzt die Truppe die Vorlage einer zutiefst tragischen Geschichte zu einem lange Zeit amüsanten, beschwingten Meisterwerk der Fabulierkunst, in dem wir beiläufig manches über den Zeitgeist der Entdeckerjahre erfahren.“ (Theater Pur)
„So viel Amüsement aus so einer bitterernsten Angelegenheit herrauszuholen, ohne sich dabei zu ridikülisieren; so ungeschönt die männerbündischen Machbarkeitsmythen des 19. Jahrhunderts auszustellen, ohne sich dabei, aus der Distanz eines Jahrhunderts, bloßzustellen: Das muss dem Quintett erst mal einer nachmachen!“ (Tagesanzeiger Zürich)

Inszenierung, Musik: subbotnik (Kornelius Heidebrecht, Martin Kloepfer, Oleg Zhukov)
Musik: Daniel Brandl (Cello), Henning Nierstenhöffer (Posaune)
Eine Koproduktion von subbotnik mit damenundherren e.V. und Asphalt Festival Düsseldorf.