Performance-Doppel: Sports

Performance-Doppel: Sports
Dienstag | 21. Januar 2020 | 20:00 Uhr


Paul Hess: „Totilas – der Ritt“ & Marco D’Agostin: „First Love“
ab 12 Jahren

TOTILAS – DER RITT
Solo von Paul Hess

Anmutigen und grazilen Schrittes stellt Paul Hess eine ziemlich menschliche Frage: Wer oder was bin ich? Seine eindrucksvolle Erzählung reflektiert diesen Gedankengang auf humorvolle Weise: elegant, tiefsinnig, glanzvoll, mitreißend und gehorsam. Ausgehend von einem der zahlreichen Fernsehmitschnitte, bildet Paul Hess die tragische letzte Kür des Dressurwunderhengstes Totilas nach, er adaptiert sie mit Originalsoundtrack und TV-Kommentar und überträgt die Bewegungsmuster kreativ und sensibel von vier Hufen auf zwei Tänzerbeine. Die Choreografie bildet eine ebenso einfühlsame wie auch komische Darstellung von künstlicher Anmut und Eleganz.
Das Stück wurde u.a. 2015 bei der euro-scene Leipzig als bestes deutsches Tanzsolo inklusive Publikumspreis ausgezeichnet.

„Das war die hohe Schule einer tänzerisch großartigen Persiflage, dramaturgisch präzise angelegt.“ (Tanzweb Köln)

Choreografie, Performance: Paul Hess
Idee: Rolf Dennemann
Soundtrack: TV-Mittschnitt mit Musik von Paul van Dyk und Kommentar von Carsten Sostmeier
Eine Produktion von artsenico.

FIRST LOVE
Solo von Marco D’Agostin | in italienischer Sprache mit englischen Obertiteln

„First Love“ ist Marco D`Agostins bittersüße emotionale Verneigung vor seiner ersten Liebe. Es ist die Geschichte eines Jungen in den 1990er Jahren, der sich nichts aus Fußball machte, sondern Skilanglauf mochte – und Tanzen. In seinem Zimmer kopierte er, da er keine Tanzschritte kannte, die Bewegungen vom Skifahren. Sein Idol war die Olympiasiegerin Stefania Belmondo.
Dieser Junge ist nun erwachsen, Tänzer und Choreograf, seine Piste die Bühne, auf der er den berühmtesten Lauf der italienischen Atheletin nachstellt: das 15-Kilometer-Freistilrennen bei den olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002. Seine Performance ist ein Schrei nach Wiedergutmachung, verzweifelter Jubel und die Auflösung von Nostalgie.

Choreografie, Performance: Marco D’Agostin
Wissenschaftliche Beratung: Stefania Belmondo, Tommaso Custodero
Dramaturgische Beratung: Chiara Bersani
Sound: LSKA
Licht: Allesio Guerra
Visuals: Isabella Ahmadzadeh
Technische Leitung: Paolo Tizianel
Eine Produktion von VAN 2018.